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  Zeche König Ludwig
Mutung ist kein Mythenbegriff. So heißt der Antrag eines Bauunternehmens für ein Bergwerk. 1856 wird er für ein Steinkohlebergwerk in Recklinghausen ausgesprochen. 1872 wird es unter den Schutz von Ludwig II. gestellt. Mehrere Anläufe sind bis zur regelmäßigen Kohleförderung nötig. Und so beginnt die für großes Orchester 1894/95 gesetzte Schelmenweise von Richard Strauss: „Wie Till Eulenspiegel geboren und drei Mal getauft wurde.“ Ein fulminantes, durchaus der Liebe zum Chaos entwachsenes Jugendwerk, allerdings eines, das lange auf seinen Erfolg warten musste, ist auch das erste der beiden Klavierkonzerte von Johannes Brahms. Und als nie versengende Glut wird das Gefieder des Feuervogels beschrieben. Vom frühen Erfolg des Balletts bis zur 1945 vollendeten Suite konnte Strawinsky nicht von der Magie dieses Mythos über Zauberfedern, Dämonen und befreite Jungfrauen lassen.


JOHANNES BRAHMS
KONZERT FÜR KLAVIER UND ORCHESTER NR. 1 D-MOLL OP. 15 (1859)

RICHARD STRAUSS
"TILL EULENSPIEGELS LUSTIGE STREICHE" OP. 28 (1895)

IGOR STRAWINSKY
"DER FEUERVOGEL" - BALLETT SUITE (1945)



KLAVIER
ALFREDO PERL
LEITUNG
HEIKO MATHIAS FÖRSTER
NEUE PHILHARMONIE WESTFALEN
 
Titelbild