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  Zeche Alter Hellweg
1856 wird die Zeche Alter Hellweg in Unna erstmals geteuft. 1961 wird sie stillgelegt. Womöglich ist es kein schlechtes Gelände, um ohne rechtliche Folgen zwei sinfonische Heroen gegeneinander antreten zu lassen. „Radikaler Sudler und Schmierfink“ nennt der eine den anderen. Max Bruch macht wenig Hehl aus seiner Abneigung gegen den jüngeren, aber erfolgreicheren Richard Strauss. Lobenswert, dass die Klarinette und die Viola als von beiden bedachte konzertierende Partner die Wortgefechte der Streithähne übertönen. Bis zum Finale des kämpferischen Dialogs dann „Ein Heldenleben“ erklingt. Wagners Leitmotivtechnik, der Held, seine Widersacher und seine Gefährtin: Was da alles zusammenkommt, wenn Strauss als Heroe der Tonkunst in den Schächten seines Personalstils gräbt. Ist das Selbstverherrlichung? Eher nicht. Wie sagt Richard Strauss sehr sympathisch zu Romain Rolland: „Ich bin gar kein Held!


MAX BRUCH
ROMANZE FÜR VIOLA UND ORCHESTER F-DUR OP. 85 (1911)

RICHARD STRAUSS
ROMANZE FÜR KLARINETTE UND ORCHESTER ES-DUR AV 61 (1879)

MAX BRUCH
KONZERT FÜR VIOLA, KLARINETTE UND ORCHESTER E-MOLL OP. 88 (1911)

RICHARD STRAUSS
"EIN HELDENLEBEN" OP. 40 (1898)



VIOLA
FELIX SCHWARTZ
KLARINETTE
MATTHIAS GLANDER
LEITUNG
HEIKO MATHIAS FÖRSTER
NEUE PHILHARMONIE WESTFALEN
 
Titelbild