Premiere
  • Nach dem Werk "Leben? oder Theater?" von
    Charlotte Salomon | UA 2015
  • Geschichte
    „Heben Sie das gut auf, es ist mein ganzes Leben“. Mit diesen Worten übergab die deutsch-jüdische Malerin Charlotte Salomon kurz vor ihrer Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz ihr Werk „Leben? oder Theater?“ einem französischen Arzt. Dadurch wurde eine Arbeit gerettet, die in der Geschichte der Kunst einmalig ist: eine Autobiografie in 769 Gemälden mit Begleittexten, Szenenanweisungen und Hinweisen auf Musikstücke, erdacht als ein „Singespiel“. Der Tod spielte in der Familiengeschichte der Salomons eine wichtige Rolle, die Künstlerin selbst fand sich davon verfolgt. Als Tochter jüdischer Eltern 1917 in Berlin geboren, bekam Charlotte Salomon bereits im Schulalter die antisemitischen Anfeindungen in Deutschland zu spüren. Der Selbstmord ihrer Mutter 1926, die Flucht zu ihren Großeltern 1939 nach Südfrankreich und schließlich der Tod ihrer Großmutter veränderten ihr Leben nachhaltig und brachten die Künstlerin an den Rand des Wahnsinns. Erst die Wiederaufnahme ihrer malerischen Tätigkeit half der erst 23-jährigen Charlotte Salomon, das Schicksal ihrer Familie und die Erlebnisse ihres Lebens kreativ zu verwerten und durch diesen künstlerischen Umgang Distanz dazu zu gewinnen. In einer fast rauschhaften Arbeit von insgesamt zwei Jahren entstanden über 1000 kleinformatige Blätter von denen sie 769 auswählte und zu einem Zyklus von Szenen mit Begebenheiten und Erinnerungen ihres Lebens zusammenfasste.
  • Mitwirkende
    • Besetzung

    • Ballett im Revier
    • Charlotte
      Kusha Alexi
    • Der Tod
      Jonathan Ollivier
    • Daberlohn
      Junior Demitre
    • Paulinka
      Ayako Kikuchi
    • Tänzerinnen
      Nora Brown
      Rita Duclos
      Sara Zinna
      Francesca Berruto
    • Tänzer
      Fabio Boccalatte
      Ordep Rodriguez Chacon
      Valentin Juteau
      Hugo Mercier
      José Urrutia
    • SängerinAnke Sieloff
    • Männerquintett
      Michael Dahmen
      Piotr ProcheraJoachim G. Maaß
      Lars-Oliver Rühl
      Thomas Diestler
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    Mit freundlicher Unterstützung des Fonds Neues Musiktheater.