Adam+Eve-11913c
Termine
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  • Infos

    Die Verlängerung der Maßnahmen von Bund und Ländern zum Schutz vor der Corona-Pandemie umfassen auch die anhaltende Schließung von Kulturstätten. Am Musiktheater im Revier muss der Spielbetrieb weiterhin eingestellt bleiben. Sobald es die Lage erlaubt, geben wir neue Vorstellungstermine bekannt.

  • Geschichte

    Was der Mensch vergisst, verleibt sich die Natur ein. Aus einer Halde wird ein Wald, aus einem verlassenen Themenpark ein Garten. Ist dieser posthumane Ort ein Paradies oder die Hölle? Ist es ein Geschenk der Natur oder eine Mülldeponie des Anthropozäns? Und dennoch ist diese lebensfeindliche Welt bewohnt, nachdem alle Zeit vergangen ist.
    Zwischen dystopischen und utopischen Assoziationen bewegt sich Liliana Barros‘ Idee eines Ortes nach unserer Welt. Eine Welt, wie sie Hieronymus Bosch in seinem Tryptichon “Der Garten der Lüste” gesehen haben könnte. In diesem Panorama ist der Sündenfall unwichtig, die Moral verbannt, Adam, Eva oder Gott ausgeladen. Was bleibt, ist eine Bühne ohne Zeit und Raum mit Kreaturen, deren Wesen, Liliana Barros zusammen mit Tänzer*innen der MiR Dance Company ergründet.

    „Was wäre, wenn unsere Körperteile wie Worte zu uns sprächen? Hände, Ellenbogen, Knie und Handfläche vereinigen sich zu einem kollektiven „Hilfe!“. Eine Faust fliegt durch die Luft und scheint zu sagen: „Ich bin ein Mann!“ Eingeweide – Nieren, Leber, Milz, Blinddarm kreischen: „Ich kann nicht!“ Die Zeit vergeht, die Schatten werden länger. Man stelle sich einen Menschen vor. Schimmernde Haut, dahingleitende Knochen, geöffnete Kehlen, geblähte Nüstern, dahingleitende Gesäßmuskeln. Was wäre, wenn unsere Körperteile wie Worte zu uns sprächen?” Mit diesen assoziativen Beschreibungen nähert sich der Choreograf Roy Assaf dem ersten Paar der Menschheitsgeschichte an: Adam und Eva, mythenumrankt, Sinnbild der kreatürlichen Unschuld, des Sündenfalls, der Vertreibung aus dem Paradies. Mit dieser Ur-Zelle aller Genderfragen beschäftigt sich der aufstrebende junge Choreograf Roy Assaf, einer der kreativsten Tanzschöpfer seiner Generation.

  • Mitwirkende
  • Partner

    Im Rahmen von „Zehn X Freiheit“ – eine Veranstaltung des Regionalverband Ruhr in Kooperation mit den RuhrBühnen. Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.