Khanyiso Gwenane-577902
Premiere
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  • Oper in drei Akten von Gioachino Rossini | Libretto von Francesco Maria Berio | nach Jean-François Ducis und Giovanni Carlo Cosenza | basierend auf Shakespeares gleichnamiger Tragödie | UA 1816 | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  • Geschichte

    Mit seinem 1816 für Neapel geschriebenen „Otello“ – der nur sehr lose an Shakespeares gleichnamige Tragödie anknüpft – stellte der junge Rossini seine Genialität unter Beweis. Zunächst gibt sich dieser „Otello“ den Anschein eines klassischen „Melodramma“: Rodrigo, der Sohn des venezianischen Dogen, wirbt um Desdemona, die jedoch bereits heimlich den erfolgreichen Feldherrn Otello geheiratet hat. Der Intrigant Jago untergräbt Otellos gesellschaftliche Anerkennung und schürt zugleich dessen Eifersucht. Dann aber folgt die tragische Zuspitzung: Otello kann nicht mehr anders, als Desdemona im Affekt zu ermorden und sich anschließend selbst den Tod zu geben.

    Der inhaltlichen Steigerung entspricht der musikalische Verlauf. Zunächst herrschen hochvirtuose Arien und Duette vor, außerdem glanzvolle Ensembles, die in schwindelerregende Finali mit den typischen Rossini’schen Crescendi münden. Mit dem dritten Akt betritt Rossini jedoch eine neue Welt: alles ist nun Atmosphäre, theatralische Wahrhaftigkeit und Dramatik. Der traurige Gesang eines Gondoliere, die Romanze der Desdemona mit dem anschließenden Gebet sowie das Duett Otello-Desdemona zu den Klängen eines Gewitters – all das zählt zu den Sternstunden der italienischen Oper.

  • Mitwirkende
  • Partner

    Kritische Ausgabe von Michael Collins, herausgegeben von Fondazione Rossini, Pesaro - CASA RICORDI, Mailand, vertreten durch G. Ricordi & Co., Bühnen- und Musikverlag GmbH, Berlin.