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  • Nach dem Poem von Wenedikt Jerofejew | Musik von Peter I. Tschaikowski, Sergej Rachmaninow, Frédéric Chopin und Johannes Brahms
  • Geschichte

    Eine Reise ist Bewegung von einem Ort zu einem anderen – aber sie erzählt auch etwas über den Reisenden und die Gesellschaft, in der er lebt. 1969 schickt der russische Autor und Lebenskünstler Wenedikt Jerofejew seinen namensgleichen Helden „Wenja“ auf eine Reise mit dem Zug, die vom Kursker Bahnhof in Moskau nach Petuschki führen soll. „Warum nur bin ich ein Idiot, Dämon und Schwätzer in einem?“ Wenedikt (Wenja) säuft sich durch Moskau, will endlich den Kreml sehen und gelangt aber immer wieder zum Kursker Bahnhof zurück. Und endlich sitzt er im Zug nach Petuschki, mit Schnaps und Geschenken für die Geliebte und den Sohn. Bald fährt er im hochprozentigen „Dunstkreis“ von Mitreisenden, die sich traurige, tragisch-komische und wirre Geschichten erzählen - voller politischer Anspielungen. Historische Gestalten wie Gogol, Lenin, Marx, Tschechow und sogar die griechische Sphinx leisten ihm Gesellschaft - sie alle nisten in Wenedikts Gedanken, die immer mehr verschwimmen bis in revolutionäre Fantastereien. Und ganz nebenbei wird der sowjetische Alltag und seine verschlissene Ideologie in grotesker Weise entlarvt.