Premiere
  • Text vom Komponisten | UA 1869 |
    In deutscher Sprache mit Übertiteln
  • Geschichte
    Göttervater Wotan hat ein Problem: Er hat sich des Rings bemächtigt, der aus dem geraubten Rheingold geschmiedet wurde. Der Ring verhilft demjenigen zur Macht, der auf die Liebe verzichtet. Der Zwerg Alberich hat genau das getan und herrscht nun grausam über viele Arbeiter in Nibelheim. Als Wotan ihm den Ring gewaltsam abnimmt, belegt ihn Alberich mit einem Fluch. Zudem haben die Riesen Fafner und Fasolt, denen Wotan den Lohn für den Bau Walhalls vorenthält, die Göttin Freia als Geisel genommen – sie wollen sie nur zurückgeben, wenn sie den Ring bekommen. Doch Wotan ist taub für die Ratschläge seines Beraters Loge, der ihn zur Rückgabe des Rings an die Rheintöchter drängt. Als auch die weise Erda Wotan warnt und Fafner im Streit um den Ring seinen Bruder Fasolt tötet, beginnt Wotan zu ahnen: Der Einzug der Götter in die neu erbaute Burg Walhall könnte den Anfang vom Ende der Welt bedeuten. Richard Wagner schuf seine gewaltige Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ in Zeiten mindestens ebenso gewaltiger politischer Umbrüche in Europa. Er skizziert nichts weniger als eine neue Gesellschaftsordnung und zeigt zugleich ihre Gefährdung auf. Zwar nur als „Vorabend“ bezeichnet, wirft „Das Rheingold“ doch sämtliche Fragen auf, die dann in „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ verhandelt werden und zum finalen Weltenbrand führen. „Das Rheingold“ ist aber auch ein brillantes musikalisches Konversationsstück und hat einen ausgesprochen komödiantischen Charakter, der die Oper für eine Aufführung außerhalb des Zyklus prädestiniert. Die Neuinszenierung des Stücks durch Michael Schulz beschließt unsere Folge von Werken, die sich zum Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet mit dem Thema „Arbeit“ auseinandersetzen.
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