Premiere
  • (La forza del destino) | Libretto von Francesco Maria Piave und
    Antonio Ghislanzoni | UA 1869 | In italienischer
    Sprache mit deutschen Übertiteln
  • Geschichte
    Drei Menschen suchen nach der Erfüllung ihres Schicksals – Don Carlo di Vargas, Sohn aus höchstem spanischen Adel; Don Alvaro, ein Fremder aus Südamerika, der Don Carlos Schwester Leonora liebt; und Leonora di Vargas, die gemeinsam mit Don Alvaro aus dem Elternhaus fliehen will, weil ihre Liebe hier keine Zukunft hat. Doch sie alle sind gefangen in Ehrbegriffen, in gesellschaftlichen Rollen und in ihrem Wahn, während die Ordnung ihrer Welt zerfällt. Ein Unglücksfall stellt die drei Protagonisten auf eine harte Probe, denn Leonoras Vater stirbt an einer Kugel aus Don Alvaros Waffe. Don Carlo schwört Rache und verfolgt die unglücklichen Liebenden ein Leben lang mit unerbittlichem Hass. Giuseppe Verdi hat lange an seiner faszinierenden Oper „Die Macht des Schicksals“ (La forza del destino) gearbeitet, um die schicksalhaften Vorgänge zwischen Himmel und Hölle eindringlich zu erzählen. 1869 stand die Mailänder Fassung fest, die seither immer Gegenstand erheblicher Eingriffe gewesen ist. In der Gelsenkirchener Neuproduktion von Michael Schulz erhält die Oper nun eine neue Dramaturgie, in der sich der Fokus auf die Protagonisten richtet und die Schicksalswege von Leonora, Alvaro und Carlo dramatisch ineinander verschränkt werden. Die Unvorhersehbarkeit der Ereignisse wird auch durch die spezielle musikalische Faktur der Neuinszenierung wiedergespiegelt.
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